Christina Clemm

(c) Christian Werner

 

 

 

So, 11. Okt 2026 – 11:00 Literatur LIVE im Kino International

   Christina Clemm „Ein ungehaltenes Plädoyer“ 

Special

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro plus  Gebühren
Beginn 11:00, Einlass ab 10:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-6291

 

 

„Das Plädoyer einer brillanten Juristin dafür, die Eindämmung von Gewalt nicht den Gerichten zu überlassen.“ Manon Garcia

»Christina Clemm spricht aus, was wir nicht hören wollen: Gewalt spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen sie stattfindet. Was wir wissen müssen, was wir tun können, das steht in diesem dringend notwendigen Buch.« (Maria Furtwängler)

Nacheinander erheben sie sich. Die Vertreter*innen der Staatsanwaltschaft, die Nebenklagevertreter*innen, die Verteidiger*innen. Sie halten ihre Plädoyers. Christina Clemm ist Familienrechtlerin und Strafverteidigerin und hat unzählige Male für die Wahrheit der Opfer gestritten, im Namen von Angehörigen, Misshandelten, Verkauften, Vergewaltigten für Gerechtigkeit gekämpft. Und sie ist sich sicher: Das, was in den Gerichtssälen geschieht, geht uns alle an. Jeder Fall berührt zentrale gesellschaftliche Fragen – zu Rassismus, Sexismus, Migration, Hass, Wut, Trauer, Schuld, Bestrafung –, die weit über unser Rechtssystem hinausreichen. In diesem sehr persönlichen Plädoyer nimmt Christina Clemm uns mit in die Verhandlung und zeigt, wo wir als Gesellschaft versagen – und wie eine solidarische und gerechte Zukunft möglich ist.

Christina Clemm, geboren 1967, ist Rechtsanwältin für Straf-und Familienrecht in Berlin. Seit fast dreißig Jahren vertritt sie Opfer geschlechtsspezifischer und rassistisch motivierter Gewalt. 2020 erschien ihr Buch „Akteneinsicht – Geschichten von Frauen und Gewalt“, zuletzt ihre Streitschrift „Gegen Frauenhass“ bei Hanser Berlin (2023).

Ein ungehaltenes Plädoyer“ erscheint am 15.09. 2026 im Hanser Berlin Verlag, 266 Seiten

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Iris Berben liest Charles Dickens

(c) Chaperon

 

 

 

So, 29. Nov 2026 – 11:00 Literatur LIVE im Kino International

   Iris Berben liest „Weihnachten mit Charles Dickens. Geschichten zum Fest“ 

Hörbuchpremiere

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit DAV (Der Audio Verlag) und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro plus  Gebühren
Beginn 11:00, Einlass ab 10:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-6225

 

 

Dank seines Klassikers »Eine Weihnachtsgeschichte« ist Charles Dickens wie kein anderer untrennbar mit dem Weihnachtsfest verbunden. Doch nicht nur der griesgrämige Scrooge bevölkert die Weihnachtswelt des Autors: In seinen festlichen Erzählungen nimmt er uns mit an reich gedeckte Tafeln, zu rauschenden Festen, winterlichen Kutschfahrten und gewieften Kobolden. Ungestüm und stimmungsvoll, melancholisch und gewitzt sind diese Geschichten, die immer wieder zeigen, dass das Wichtigste an Weihnachten die Menschen sind, mit denen wir es feiern. 

Charles Dickens (1812 – 1870) ist einer der bedeutendsten englischen Schriftsteller. In seinen Romanen kritisierte er die gesellschaftlichen Missstände seiner Zeit und schuf unvergleichliche Geschichten, die heute Klassiker der Weltliteratur sind.

Iris Berben, geboren 1950 in Detmold, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen und Hörbuchsprecherinnen. Für ihre schauspielerischen Leistungen wurde sie bereits mit dem Bambi, der Goldenen Kamera und dem Grimme-Preis geehrt sowie 2003 für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Iris Berben liest „Weihnachten mit Charles Dickens. Geschichten zum Fest“. Das Hörbuch erscheint am 17.09.2026 bei DAV (Der Audio Verlag) auf CD sowie im Download und Streaming.

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Sinthujan Varatharajah 2026

Sinthujan Varatharajah (c) Paula Winkler; Sham Jaff (c) Holger Talinski

 

 

 

Mi, 19. Aug 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Sinthujan Varatharajah „wo zeit stehen bleibt. vom tourismus und seiner gewalt“ 

Buchpremiere. Moderation: Sham Jaff

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Kino International und der Thalia Buchhandlung
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro plus  Gebühren // ermässigte Tickets siehe yorck.de
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-6172

 

 

Ein poetisch-politischer Essayband über Grenzen, Kolonialismus, Tourismus und die westliche Gewalt gegen die Welt

Die Menschen bewegen sich nicht gleich. Das weiß, wer jemals an einer Flughafengrenzkontrolle oder Landesgrenze stand: was für die einen ein Durchgangstor ist, ist für andere eine unüberwindbare Mauer. Sinthujan Varatharajah schreibt über das Reisen und den modernen Tourismus, diese vermeintlich harmlose westliche Kulturpraktik, die trotz ihrer Zerstörungen vielerorts noch immer als Lebensversprechen gilt. Varatharajahs einzigartige Beobachtungen und Analysen zeigen vielschichtig, was unsere Gegenwart in jedem Begegnen und Berühren zerreißt. Dieses so politische wie lyrische Buch kann diesen Prozess nicht rückgängig machen. Aber zeigen, wie neues Wissen ganze Weltsichten für immer verändern kann.

சிந்துஜன் வரதராஜா ( Sinthujan Varatharajah) ist ein*e eelam tamilische Essayist*in und politischer Geograph*in. Ihr*Sein Schreiben beschäftigt sich mit Fragen der Staatenlosigkeit, Vertreibung und kolonialen Moderne, die aus den Blickwinkeln der Infrastruktur, Logistik und der gebauten Umwelten betrachtet werden. Nach jahrelanger politischer Arbeit im Bereich des Schutzes von Asylsuchenden sowie der Verfolgung von Staatsverbrechen erschien 2022 வரதராஜா erstes Buch, an alle Orte, die hinter uns liegen, auf Deutsch im Hanser Verlag. Ihr*Sein zweiter Gesprächsband mit der Künstlerin Moshtari Hilal, Hierarchien der Solidarität, wurde im November 2024 von Wirklichkeit Books veröffentlicht.

Sham Jaff ist freie Journalistin in Berlin. Sie schreibt den wöchentlichen Newsletter „What Happened Last Week“ über Asien, Afrika und die Amerikas

wo zeit stehen bleibt“, 416 Seiten, erscheint am 18. August 2026 im Hanser Verlag

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Kristina Linz und Düzen Tekkal

Kristina Linz (c) Steve Hochkeppel; Düzen Tekkal (c) Paul Küster

 

 

 

Mi, 23. Sept 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Kristina Lunz und Düzen Tekkal „Wer hat Euch erlaubt, Frauen so zu hassen? Für eine Gesellschaft, in der alle sicher sind“ 

Special

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Heyne Verlag und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro inkl. Gebühren
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-6224

 

 

Schluss mit dem Täterschutz!

Der Fall Collien Fernandes hat Deutschland aufgerüttelt und wieder einmal schonungslos offengelegt, wie alltäglich männliche Gewalt gegen Frauen ist – und wie unzureichend das deutsche Rechtssystem betroffene Frauen schützt. Kristina Lunz und Düzen Tekkal wollen das nicht länger hinnehmen. Gemeinsam mit Ricarda Lang und mit der Unterstützung von mehr als 250 bekannten Frauen stellen sie 10 Forderungen gegen männliche Gewalt an die Bundesregierung. Sie starteten eine bundesweite Unterschriftenaktion, die binnen kürzester Zeit über 300.000 Menschen mobilisierte. Jetzt verleihen die Autorinnen ihren Forderungen Nachdruck und zusätzliche Tiefe: Klar und analytisch zeichnen sie den Status quo nach und formulieren die Veränderungen, die sie nun einfordern. Ihr Ziel ist es, sichtbar zu machen, was politisch möglich wäre, würde endlich konsequent gehandelt. Sie wollen aus der Wut heraus Veränderung schaffen. Frauenhass kommt aus allen Richtungen, deshalb ist Stillhalten, Schweigen und Abwarten für Frauen keine Option.

Kristina Lunz ist Unternehmerin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin. Sie gründete 2018 das gemeinnützige Centre for Feminist Foreign Policy, das sie acht Jahre lang als CEO leitete. Sie studierte in London und Oxford und arbeitete unter anderem für die Vereinten Nationen in New York und Yangon, für eine NGO in Bogotá sowie als Beraterin im Auswärtigen Amt. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach prämiert, unter anderem mit dem German Start-up Award als Impact Entrepreneurin 2024. Von 2022 bis 2024 war sie Mitglied der Advisory Group der Goalkeepers-Initiative der Gates Foundation.

Düzen Tekkal, geboren in Hannover als Tochter einer jesidisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie, ist Politologin, Sozialunternehmerin und eine der profiliertesten Publizistinnen und Menschenrechtsaktivistinnen Deutschlands. Ihre mutige Reportage zum Völkermord an Jesid*innen im Jahr 2014 durch den IS machte sie zur prominenten Stimme gegen Extremismus. 2015 gründete sie mit ihren Schwestern HÁWAR.help, um traumatisierten Frauen und Mädchen weltweit praktische Unterstützung zu bieten. Mit der Initiative GermanDream bringt sie Wertebildung in Schulen und lädt junge Menschen zum Dialog über Demokratie und Integration ein.

Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?“, 208 Seiten, erscheint am 06. Juli 2026 im Heyne Verlag

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Christiane Hoffmann 2026

Christiane Hoffmann (c) Susanne Schleyer; Martina Gedeck (c) Steffen Wagner

 

 

 

So, 06. Sept 2026 – 11:00 Literatur LIVE im Kino International

   Christiane Hoffmann und Martina Gedeck „Die Träume, die wir hatten“ 

Buchpremiere. Moderation: Sabine Adler

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem C.H.Beck Verlag und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro inkl. Gebühren
Beginn 11:00, Einlass ab 10:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-6145

 

 

Meine Freundin, Russland, die Ukraine und ich. Christiane Hoffmann („Alles, was wir nicht erinnern“) über den Verlust persönlicher und politischer Träume

Ende der achtziger Jahre: eine Gruppe von jungen Frauen studiert Russisch. Sie lesen Dostojewski, trinken Wodka und reisen durch die Sowjetunion, die sich gerade auflöst. Es ist eine Zeit des Aufbruchs, der Hoffnungen und Träume von einem demokratischen Russland und einem friedlichen Europa. Jahrzehnte später nimmt sich eine von ihnen das Leben. Es ist die Woche, in der Russland die Ukraine überfällt.

Auf bewegende Weise verbindet dieses Buch ein persönliches Schicksal mit den weltpolitischen Umbrüchen. Es erzählt vom Unheil, das wir nicht kommen sahen, weil wir es nicht sehen wollten. Von unseren Träumen, die nicht wahr wurden und vielleicht nicht wahr werden konnten. Es fragt, was wir ändern können und was unausweichlich ist. Und es erzählt die Geschichte einer Freundschaft, deren Bedeutung man erst dann ganz erfasst, wenn sie plötzlich fehlt. Christiane Hoffmanns aufwühlendes Buch ist nicht nur feinfühlig beobachtet und glänzend geschrieben, es erzählt zugleich die Geschichte der deutsch-russisch-ukrainischen Beziehungen auf eine Weise, die Raum lässt für Zweifel und Trauer, für Fragen und Ambivalenzen. Damit gibt sie den Debatten die emotionale Tiefe zurück, für die im ersten Schock nach dem russischen Angriff kein Platz mehr war, und schlägt zugleich Brücken über die Gräben, die dieses Thema in die deutsche Gesellschaft eingezogen hat.

Christiane Hoffmann ist Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Hoffmann studierte Slawistik, osteuropäische Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg. Sie arbeitete fast 20 Jahre für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und berichtete als Auslandskorrespondentin aus Moskau und Teheran. Anfang 2013 wechselte sie als stellvertretende Leiterin ins Hauptstadtbüro des «Spiegel». Seit 2018 war sie dort Autorin und häufiger Gast in Rundfunk und Fernsehen. Hoffmann ist die Tochter zweier Flüchtlingskinder. Ihre Vorfahren väterlicherseits stammen aus Schlesien, die Familie ihrer Mutter aus Ostpreußen. 2022 erschien „Alles, was wir nicht erinnern“.

Martina Gedeck erlebte ihren Durchbruch mit Filmen wie »Bella Martha«, »Das Leben der Anderen« und »Der Baader Meinhof Komplex« und wurde für ihre schauspielerischen Leistungen u.a. mit dem Deutschen Filmpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Die Träume, die wir hatten“ erscheint am 09. Juli 2026 im C.H.Beck Verlag, 300 Seiten

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Der schöne 27. September (2026)

Marion Brasch (c) Beate Nelken, Albrecht Schuch (c) Steffen Roth; Jella Haase (c) Stefan Klüter

 

 

 

AUSGEBUCHT. 17:30 Uhr Zusatzvorstellung

So, 27. Sept 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Der schöne 27. September. Mit Jella Haase, Albrecht Schuch, Marion Brasch 

Special

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 30,00– Euro
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online 17:30 : https://www.yorck.de/specials/zusatztermin-jella-haase-albrecht-schuch-and-marion-brasch

 

 

Alle Jahre wieder kommen Jella Haase, Albrecht Schuch und Marion Brasch mittlerweile zusammen, um Thomas Braschs Gedicht „Der schöne 27. September“ in einer Collage aus Text, Szenen und Film gemeinsam auf die Bühne zu bringen, und das natürlich am 27. September.

Der schöne 27. September“ ist ein Gedicht von Thomas Brasch. Er schrieb es an einem vermeintlich unbedeutenden Tag und erzählt darin, was er an diesem Tag alles nicht getan hatte. Es ist eines der schönsten Gedichte des Schriftstellers, Dramatikers und Filmemachers, von dem der Theatermann Claus Peymann sagte, sein Leben sei ein «wüster Roman» gewesen, «ein Roman über Ost und West».

Geboren im englischen Exil der jüdisch-kommunistischen Eltern, aufgewachsen und renitent geworden in der DDR, die er 1976 verließ, um auch in der BRD nie anzukommen, und erst recht nicht im vereinten Deutschland.

In seinen Gedichten, Theaterstücken und Filmen konfrontiert er scharfsinnig, kraftvoll und originell gesellschaftliche Widersprüche in einer Dringlichkeit, die aktueller ist denn je.

In ihrem Debütroman „Ab jetzt ist Ruhe“ erzählt Marion Brasch die Geschichte ihrer Familie. Hier rückt sie ihren großen Bruder Thomas in den Mittelpunkt. Wonach hat er sich gesehnt und woran gerieben? Was trieb ihn weg von seiner Familie und schließlich aus seinem Land?

In einer einer Collage aus Text, Szenen und Film hat sie diese Fragen zu einer Geschichte verwoben, die sie an einem schönen 27. September gemeinsam mit Jella Haase und Albrecht Schuch auf die Bühne bringt.

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Iris Berben und Oliver Masucci

Iris Berben (c) Laurence Chaperon; Oliver Masucci (c) Elena Zauke

 

 

 

Mo, 14. Sept 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Iris Berben und Oliver Masucci lesen „Nach so viel Schmerz und Pein. Erste Briefe nach dem Holocaust“ 

Buchpremiere. Musikalische Begleitung: Nur Ben Shalom. Moderation: Tanit Koch

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Herder Verlag, Yad Vashem, dem Freundeskreis Yad Vashem e.V., der Alfred Landecker Foundation, der Thalia Buchhandlung und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 25,00– Euro inkl. Gebühren
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-6148

 

 

Unmittelbar nach der Befreiung schrieben Überlebende des Holocausts Briefe, die zu den eindringlichsten Zeugnissen zählen. Entstanden in einer Zeit zwischen Katastrophe und ungewisser Zukunft, spiegeln sie nicht nur Verlust und Zerstörung, sondern auch das Ringen um Orientierung und einen möglichen Neubeginn. Die Briefe erzählen von der Suche nach Angehörigen, vom Versuch, wieder Kontakt zur vertrauten Welt aufzunehmen, und vom Bedürfnis, dem eigenen Weiterleben Ausdruck zu verleihen. Ergänzt durch sorgfältige historische Einordnungen entsteht ein vielschichtiges Bild individueller Erfahrungen, das die Vielfalt dieser Stimmen jenseits großer Erzählungen sichtbar macht.

Dr. Robert Rozett ist Historiker am Internationalen Institut für Holocaust-Forschung Yad Vashem sowie Direktor der Yad Vashem Bibliotheken in Jerusalem.

Professor Dr. Iael Nidam-Orvieto ist Direktorin des Internationalen Instituts für Holocaust-Forschung Yad Vashem sowie Hauptherausgeberin von Yad Vashem Publications.

Historische Einordnung: Prof. Dan Michman, Leiter des Internationalen Instituts für Holocaustforschung

Nach so viel Schmerz und Pein“ von Robert Rozett (Hg.) und Iael Nidam-Orvieto (Hg.), erscheint am 14. 09.2026, 320 Seiten, im Herder Verlag

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Ruth-Maria Thomas

Ruth-Maria Thomas (c) Jonas Holthaus; Laura Larsson (c) Niels Freidel

 

 

 

Do, 27. Aug 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Ruth-Maria Thomas und Laura Larsson im Gespräch „Die zweitgrößte Liebe“ 

Buchpremiere

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG, der Thalia Buchhandlung und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro plus Gebühren
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-5902

 

 

Reicht die Liebe im Zweifel?

Der neue Roman von Ruth-Maria Thomas erzählt die Geschichte von Michelle und Henry, von ihrer Liebe zwischen den feinen Unterschieden, von den gesellschaftlichen Gräben, die manchmal überwindbar und noch öfters viel zu groß erscheinen. 

Michelle ist Anfang dreißig, als ihr Leben im Osten des Landes auseinanderbricht. Sie lässt alles hinter sich und fängt von vorne an: Als Rezeptionistin eines Hotels trifft sie auf Luxus, westdeutschen Reichtum und – Henry. Einer, der ganz andere Startmöglichkeiten hatte als sie, dem es nie an irgendetwas gemangelt hat. Sie verlieben sich, allen Unterschieden zum Trotz. Es erscheint Michelle zum ersten Mal möglich, ein sorgloses Leben. Aber es wäre kein Buch von Ruth-Maria Thomas, wenn nicht alle schönen Gewissheiten irgendwann gehörig ins Wanken gerieten …

Mit großer Sogkraft und berückender Leichtigkeit erzählt der Roman von Aufstiegswünschen, Abstiegsängsten und von der Frage, was Freiheit und Sorglosigkeit für einen Preis haben.

Ruth-Maria Thomas, 1993 geboren und in Cottbus aufgewachsen, war als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe tätig. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Debüt ›Die schönste Version‹ (2024) war für den Deutschen Buchpreis, den aspekte-Literaturpreis, den Buddenbrookhaus-Preis, den Preis der deutschen Wirtschaft nominiert und wurde mit dem Ulla-Hahn-Preis ausgezeichnet. 2025 erschien der rbb-Podcast ›Der Bruch – Frauen zwischen Ost und jetzt‹, dessen Host Thomas war. ›Die zweitgrößte Liebe‹ ist ihr zweiter Roman.

Laura Larsson, 1989 in Parchim geboren, ist Comedienne, Moderatorin und Podcasterin. Nach Stationen bei KissFM, Radio Energy, Fritz und 1Live wurde sie durch ihre Podcasts „Herrengedeck“ und „Zum Scheitern Verurteilt“ bekannt, mit denen sie die deutsche Podcast-Landschaft maßgeblich geprägt hat. Sie gewann bereits den Deutschen Podcast Preis und den Deutschen Comedypreis als „Beste Podcasterin“.

Die zweitgrößte Liebe“ erscheint am 30. Juli 2026, 288 Seiten, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Don Pablo Mulemba

Don Pablo Mulemba (c) Meklit Fekadu; Anna Dushime (c) Pako Quijada –

 

 

 

Mi, 26. Aug 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Don Pablo Mulemba und Anna Dushime im Gespräch „Hundeheimat “ 

Buchpremiere

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Rowohlt Berlin Verlag, der Thalia Buchhandlung und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 20,00– Euro plus Gebühren
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-5929

 

 

Eine Jugend in Ostdeutschland und eine außergewöhnliche migrantische Familiengeschichte

Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt, aber der Osten der Nachwendezeit war kein sicherer Ort mehr für sie und ihre Kinder. Es waren die «Springerstiefeljahre», ihren Freund Amadeu Antonio prügelte man in Eberswalde auf offener Straße zu Tode. Die Familie wurde zerrissen: Die Eltern sahen keine Perspektive mehr, wanderten nach Angola aus. Pablo aber wollte bleiben. Mit zwölf ging er auf ein Sportinternat in Cottbus und musste als Schwarzer Jugendlicher seinen Weg finden. Heute stellt er sich die entscheidenden Fragen nach Identität, Heimat und Zugehörigkeit, Fragen, die ihn auf eine gemeinsame Reise mit seinem Vater bis nach Angola führen.

Don Pablo Mulembas Geschichte ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands: mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen – packend, nah und authentisch erzählt.

Don Pablo Mulemba, 1995 in Eberswalde als Sohn eines Angolaners und einer Ostdeutschen geboren, ist Journalist, Reporter und Podcaster. Er ist Host des Podcasts Springer stiefel (mit Hendrik Bolz) über die Gewalt im Osten nach der Wende, der 2025 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde, und moderiert für den NDR die Sendung Atlas, die 2025 den Grimme-Preis erhielt. Für seine journalistische Arbeit wählte das Medium Magazin Don Pablo Mulemba unter die Top 30 bis 30.

Anna Dushime ist in Kigali geboren, in England zur Schule gegangen, hat am Niederrhein Abitur gemacht und in den Niederlanden studiert. Als Kolumnistin schrieb sie von 2019 bis 2022 für die taz regelmäßig über Dating, Rassismus und alles dazwischen. Sie war als Autorin, Moderatorin und Redaktionsleiterin u.a. für das preisgekrönte Satire Format Browser Ballett tätig. Ihre Show „Der letzte Drink mit Anna Dushime“ wurde 2024 mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Ihr Buch „1000 letzte Dates – wie ich die Liebe suchte und etwas Besseres fand“ erschien im Oktober 2025.

Hundeheimat“, 208 Seiten, erscheint am 14. August 2026 im Rowohlt Berlin Verlag

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

Mareike Fallwickl 2026

 

 

 

Di, 24. Nov 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Kino International

   Mareike Fallwickl liest aus „Haltet euch fest “ 

Berliner Buchpremiere

  

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit der Thalia Buchhandlung und dem Kino International
Billetts im Vorverkauf: 27,00– Euro plus Gebühren
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Billetts erhältlich im Kino International und an den Kassen der Yorck-Kinos
 Billetts online: https://www.yorck.de/checkout/seats?sessionid=1009-5837

 

 

Eine neue Geschichte, wie wir sie dringend brauchen

Luzia wächst in einer liebevollen Hausgemeinschaft auf, die für ganz unterschiedliche Menschen eine Zuflucht bietet. Im Haus wer den verschiedene Formen von Liebe – queere, platonische, viele weitere – sowie geteilte Elternschaft gelebt. Später, als Erwachsene, kämpft Luzia als Theaterregisseurin gegen patriarchale Strukturen an und versucht, etwas zum Guten zu verändern. Ihre Freundin Marle, die sie von Jugend an kennt, verspürt mit Anfang vierzig einen starken Kinderwunsch und entscheidet sich für einen ungewöhnlichen Weg abseits von Dating und Beziehungen mit Männern. Im Haus erfährt sie große Solidarität. Doch plötzlich, nach einem verheerenden Unwetter, scheint alles bedroht, was diese Wahlfamilie über Jahrzehnte miteinander auf gebaut hat. Was braucht es, damit eine solche Gemeinschaft in Zeiten wie diesen bestehen kann?

Dieses kraftvolle Buch stellt unsere Glaubenssätze zu Freundschaft und Romantik in Frage und beschreibt mutig die Utopie, die wir uns für unser Leben wünschen.

Mareike Fallwickl debütierte 2018 mit Dunkelgrün fast schwarz, 2019 folgte Das Licht ist hier viel heller. Die Wut, die bleibt (2022) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum, kam bei den Salzburger Festspielen auf die Bühne und wird fürs Kino verfilmt. Und alle so still (2024) gelangte in die Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste und wird ebenfalls an verschiedenen Theatern inszeniert. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land und setzt sich online wie offline für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen und diversen Erzählstimmen.

Haltet euch fest“ erscheint am 06. Oktober 2026 im Rowohlt Verlag

 

Veranstaltungsort

Kino International / Karl-Marx-Allee 33 / 10178 Berlin

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