
Alexander Teske (c) Wilnow
Di, 06. Okt 2026 – 20:00 Literatur LIVE im Pfefferberg Theater
Alexander Teske und Anja Reich im Gespräch „Die Wochenkinder. Frühe Trennung – späte Folgen“
Buchpremiere
Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Langen Müller Verlag
Billetts im Vorverkauf: 17,00– Euro + Gebühren
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Karten im Pfefferberg Theater und an den Theaterkassen
Billetts online: https://pfefferberg.billeto.net/basket/event/39/1860669095
Jan Josef Liefers berichtet von seiner Ketamintherapie. Sandy Graf wurde von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben und Bernd Liebenau kam bis zum Alter von sechs Jahren nur einmal im Monat nach Hause. Sie sind drei von etwa 500 000 Wochenkinder. Sie wurden von Montagmorgen bis Freitagnachmittag fremdbetreut, blieben über Nacht in den Wochenkrippen. Denn in der DDR sollten die Frauen arbeiten. Die Säuglinge von Alleinerziehenden, Schichtarbeiterinnen oder Künstlern wurden bereits im Alter von sechs Wochen abgegeben. Die Eltern wusste nicht, dass die Säuglinge teilweise nachts fixiert wurden, Beruhigungsmittel bekamen und krank in Isolierzimmern lagen. Denn sie durften die Wochenkrippen nicht betreten. Wochenkinder leiden oft noch heute unter den traumatischen Folgen. Der Autor hat Therapeuten, Wissenschaftler und Betroffene befragt, erzählt aber auch seine eigene bewegende Geschichte.
Alexander Teske wurde 1971 in Leipzig geboren und arbeitet seit 35 Jahren als Journalist. Zuletzt sechs Jahre bei der Tagesschau. Darüber hat er den Besteller „Inside Tagessschau“ geschrieben. Davor war er 15 Jahre Redakteur beim MDR. Dort berichtete für Tagesthemen, Brennpunkt oder Brisant und plante die Nachrichten des Senders. Auch das Privatfernsehen kennt Teske – fünf Jahre berichtete er für Sat.1 und Pro.7. Angefangen hat er im Print: Nach dem Volontariat bei der Morgenpost veröffentlichte er in Stern, Focus, Bild, taz und Welt. Teske lebt als freier Autor in Hamburg. Er ist Gastgeber des Podcasts „Sachlich richtig“ und hat eine Medien-Kolumne in der „Berliner Zeitung“.
Anja Reich, geboren in Berlin, ist Autorin und Journalistin. Von 1996 bis 2026 earbeitet sie für die »Berliner Zeitung« und berichtete ab 2001 als Korrespondentin aus New York und von 2018 bis 2020 aus Tel Aviv. Für ihre Reportagen erhielt sie den Deutschen Reporterpreis und den Theodor-Wolff-Preis. Anja Reich ist Autorin von vier Büchern: „Der Fall Scholl – Das tödliche Ende einer Ehe“, „Wo warst Du – Ein Septembertag in New York“, „Getauschte Heimat“, „Simone“.
„Die Wochenkinder“ erscheint im September 2026 im Langen Müller Verlag, 250 Seiten
Veranstaltungsort
Pfefferberg Theater / Schönhauser Allee 176 / 10119 Berlin / Telefon: 030. 51 56 66 8 66