Marina Chernivsky (C) Jan Zappner

Natan-Sznaider-c-Peter-Andreas-Hassiepen

 

 

Fr, 13. Feb 2026 – 19:30 Literatur LIVE im Berliner Ensemble

Marina Chernivsky & Natan Sznaider im Gespräch „Bruchzeiten. Leben nach dem 7. Oktober“

Berliner Buchpremiere. Lesung & Gespräch

 

Eine Veranstaltung von Literatur LIVE in Kooperation mit S. Fischer Verlage und dem Berliner Ensemble
Billetts im Vorverkauf: 20,– Euro + Gebühren  / Ermässigt: 9,– Euro
Karten unter 030/284-08-115, an der Tageskasse im Berliner Ensemble oder online: https://berliner-ensemble.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/seatmap?eventId=15307
       

 

Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober

Eine berührende literarische Reflexion über jüdische Erinnerung und Gegenwart: Die Psychologin Marina Chernivsky beschreibt, warum der 7. Oktober 2023 für die jüdische Gemeinschaft einen tiefen Bruch darstellt, der durch soziale Kälte und Antisemitismus noch vertieft wird. Sie schreibt von Zeiten, die nicht vergehen, und Orten, die nachleben. In einer bildhaften Sprache schildert sie, wie die Vergangenheit fortwirkt und welche Herausforderungen die Gegenwart mit sich bringt. Mit Bruchzeiten legt sie ein Buch vor, das autobiographische Erzählungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen verwebt. Ein eindringliches Porträt über das Leben in einer Welt, die in Fragmente zerfallen ist und nur aus ihren Bruchstellen heraus verstanden werden kann. Durch den 7. Oktober, so schreibt sie, ist Juden vor Augen geführt worden, was es bedeutet, wenn Hetze, Häme und Opfer-Täter-Umkehr unwidersprochen bleiben.

Marina Chernivsky ist Psychologin und Verhaltenswissenschaftlerin. Sie leitet das von ihr gegründete Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung sowie die Beratungsstelle OFEK e.V. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind: Shoah und Antisemitismus in Bildung und Erziehung, Wirkung des 7. Oktober auf die jüdische Community, Antisemitismus in Beratung und Psychotherapie.

Natan Sznaider, 1954 in Mannheim geboren, ist emeritierter Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv. Er lebt und schreibt in Tel Aviv. Jüngere Publikationen: „Gesellschaften in Israel: Eine Einführung in zehn Bildern“ (Suhrkamp 2017), „Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte“ (edition suhrkamp 2019, hg. mit Christian Heilbronn und Doron Rabinovici) und „Politik des Mitgefühls. Die Vermarktung der Gefühle in der Demokratie“ (Beltz Juventa 2021). Bei Hanser erschienen: Fluchtpunkte der Erinnerung. über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus (2022) und, mit Navid Kermani, Israel. Eine Korrespondenz (2023). 2024 dann „Die jüdische Wunde. Leben zwischen Anpassung und Autonomie. 2024 erhielt er für sein literarisches Wirken für den Frieden in Israel und in der Welt den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung.

Bruchzeiten“ erschien im September 2025 im S. Fischer Verlag, 176 Seiten

 

Veranstaltungsort:
Berliner Ensemble / Neues Haus / Bertolt-Brecht-Platz 1

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