Irene Moessinger @ Jim Rakete

 

 

Mittwoch, 12. September 2018 – 20:00 Literatur LIVE im Pfefferberg Theater

Irene Moessinger „Berlin liegt am Meer“ 

Buchpremiere

 
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Thalia Buchhandlung, dem Verlag Galiani Berlin und dem Pfefferberg Theater. Präsentiert  von radioeins und tip.
Billetts im Vorverkauf: 11,– Euro + Gebühren / Abendkasse: 12,50– Euro
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30
Karten im Pfefferberg, auf pfefferberg.de  und an vielen Vorverkaufskassen
 Karten online: https://www.mus-ticket.de/app/Shopping?mod=ShopContent&event=showCategory&ref=shp781259168&cat=1612&cat3=1&cat2=2108

 

Vor über 30 Jahren stellte sie ein wildbuntes Zirkuszelt direkt an die Mauer, jetzt hat sie ihr außergewöhnliches Leben aufgeschrieben – die abenteuerliche Geschichte der Gründerin des legendären Berliner Tempodrom

In den 80er-Jahren hatte die junge Abenteurerin Irene Moessinger die geniale Idee, mit einem unverhofften Erbe ein altes Zirkuszelt zu kaufen, es in die Sandwüste des Potsdamer Platzes zu stellen und daraus die Traumfabrik Tempodrom zu machen. Junge Künstler wie Nina Hagen, Einstürzende Neubauten, Die Ärzte, Westbam, die 3 Tornados, Meret Becker probierten hier, oft zum ersten Mal, ihre Sachen aus und ließen nicht nur die Berliner durch ein schillernd-krachendes Universum fliegen. Ein einzigartiges Kunstlaboratorium hatte das Licht der Welt erblickt, in das Wim Wenders seinen Engel gewiss nicht ohne Grund hineinsegeln ließ. In Berlin liegt am Meer erzählt Irene Moessinger nicht nur von diesem Lebensprojekt, sie nimmt ihre Leser mit auf einen Streifzug durch eine Biografie, die zeigt, dass gerade die unvorhersehbaren Wendungen oft den Zauber des Daseins ausmachen. Die Autorin erzählt von ihrer Kindheit, in der es sie mit ihrer wagemutigen Mutter mitten in den 50ern an die Küste Andalusiens verschlug, in eine Welt mit Nonnen, Toreros und (Lebens)Künstlern. Sie erzählt von dem abrupten Ende dieser Kindheit im strengen Internat Salem. Und von ihrem späteren Ausbruch ins Westberlin der 70er-Jahre. Von ihrer Parallelexistenz als Krankenschwester auf der Intensivstation und als Hausbesetzerin im Rauch-Haus. Und natürlich, wie sie zu dem wildbunten Zirkuszelt kam, das zur Keimzelle der “Berliner Kultur” wurde, für Helmut Kohl allerdings viel zu nah am Kanzleramt stand. Und von der Tempodrom-Affäre, die Berlin erschütterte und sie zu neuen Ufern aufbrechen ließ. Überraschend dabei ist die literarische Form, die die Autorin für ihre Geschichte gefunden hat: Spannend, poetisch und mit unvorhersehbaren Brechungen. Ganz wie ihr Leben.

Irene Moessinger, Jahrgang 1949, verbrachte ihre Kindheit in Andalusien und ihre Jugend am Bodensee. 1970 zog sie nach Westberlin, wo sie in einem besetzten Haus lebte. Sie arbeitete viele Jahre als Krankenschwester auf der Intensivstation des Urban-Krankenhauses. 1980 gründete sie mit Freunden das Tempodrom und leitete es 25 Jahre. Heute arbeitet sie im Berliner Umland mit einer eigens von ihr entwickelten Methode therapeutisch mit Pferden.

 

Veranstaltungsort:

Pfefferberg Theater

Schönhauser Allee 176

10119 Berlin

Karten-Telefon: 030.93 93 58 555

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